Mittwoch, 12. Dezember 2018

Ausbildungsblock Grundtätigkeiten

ausbildung feb









Das Ausbildungsjahr begann traditionell mit dem Ausbildungsblock „Grundtätigkeiten“.
Die aktiven Mitglieder mussten zum einen in einem Theorieteil einen Kleinbrand auf
dem Papier „bekämpfen“ und zum anderen standen beim praktischen Teil Knoten und Stiche,
wie auch die Beladung unseres LF (Löschgruppenfahrzeug) 10/6 im Vordergrund. Bei der Station „Kleinbrand“ wurden durch
alle Gruppen der „Einsatz“ souverän abgearbeitet. Als Lage wurde ein PKW-Brand in der Lindenallee angenommen.
Die Besatzung des LF 10/6 (Funkrufname: 13/42) sicherte die Einsatzstelle ordnungsgemäß ab und leitet die
Brandbekämpfung, mit einem Atemschutztrupp, mittels
Druckschlauch – S (formbeständiger Druckschlauch der Schnellangriffseinrichtung) ein.

Die Ergebnisse der 3 Gruppen unterschieden sich lediglich in sehr kleinen Nuancen. Bei der Station „LF 10/6“ notierte jede
Gruppe die Beladung der einzelnen Gerätefächer und der Mannschaftskabine auf vorgefertigte Blätter und diese wurden
zum Schluss zu einem „Feuerwehrauto“ an der Wand „zusammengebaut“. Die dritte Station war schon eine kleine
Vorbereitung für die nächsten beiden Übungsabende, Grundtätigkeiten. Hier wurden die üblichen Feuerwehrknoten
und Stiche geübt, wie z.B. Mastwurf, Zimmermannsschlag, Achterknoten, Schotenstich und Rettungsknoten.

Am darauffolgenden Übungsabend fand nun die praktische Anwendung dieser Knoten und Stiche an zwei Stationen statt.
Bei der einen mussten Feuerwehrgeräte, wie z.B. Feuerwehraxt, Holstrahlrohr mit Schlauch, Kettensäge oder eine
Saugleitung (Schlauchleitung bestehend aus 4 Saugschläuchen für die Wasserentnahme aus offenem Gewässer, wie z.B. dem Rhein)
eingebunden werden. An der zweiten Station wurde das Retten einer Person und das
Halten (Sicherung bei Arbeiten in Absturzgefährdeten Bereichen) simuliert und die dafür benötigten Knoten und Stiche geübt.
Auch an diesem Tag fand eine Vorbereitung für den darauffolgenden dritten Block „Grundtätigkeiten“ statt.
An der Station „Zirkel“ ging es ein wenig sportlicher zu. Hier mussten Sportübungen, teilweise mit Feuerwehrgeräten, absolviert werden,
wie z.B. ein Parcours mit einem Schlauchtragekorb oder Kniebeugen mit der Feuerwehraxt. Auch „normale“ Übungen,
wie z.B. Halten im Unterarmstütz oder „Step-Up“ (nacheinander mit den Füßen auf einen Kasten steigen und
nacheinander wieder runter steigen). Die einzelnen Übungen mussten innerhalb 30 Sekunden im Zirkel nacheinander in kompletter
Feuerwehrschutzausrüstung (Feuerwehrjacke und Hose, Helm, Handschuhe, Feuerwehrhaltegurt) absolviert werden. Nun sollten alle
fit für den dritten und letzten Übungsabend „Grundtätigkeiten“ sein. Trotz der „Schinderei“ beim „Zirkel“ war die Teilnahme am
letzten Übungsblock Grundtätigkeiten außergewöhnlich hoch. Auch in diesem Jahr mussten die aktiven Mitglieder, wie schon
in den Jahren zuvor, sich den zwei Parcours „Brandbekämpfung mit Menschenrettung“ und „Aufbau einer Wasserversorgung“ stellen.
Beim ersten Parcours, welcher mehrfach durchlaufen werden musste, begannen die Teilnehmer diesen, indem sie sich zuerst mit der
Feuerwehrschutzkleidung ausrüsteten und mehrfach in das 1. OG liefen. Dabei mussten sie Schläuche mitnehmen, einen Dummy
retten und unterschiedliche Knoten an einer Hürde anlegen.

Der zweite Parcours bestand darin, die Materialien, welche zum Aufbau einer Wasserversorgung grundsätzlich benötigt werden, über
einen Hindernisparcours zu bringen und diese dann auch einzusetzen. Beispiele waren hierunter anderem das Setzen eines Standrohres
und die Verlegung zweier B-Schläuche, eine Saugleitung mittels Arbeitsleinen mit den zuvor geübten Knoten einzubinden und zum
Schluss am Ende der Saugleitung über den Saugkorb den Saugschutzkorb richtig drüber zu ziehen. Hierbei muss beachtet werden,
dass die Ventilleine nicht eingeklemmt wird, damit der Ansaugvorgang des Wassers mit der Pumpe reibungslos funktioniert und
beim Abbau der Saugleitung diese über das Ziehen an der Ventilleine entleert werden kann.

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